14.-15.06.2019: Int. Konferenz „Herkunftssprachen – Polnisch, Russisch und Türkisch in der interkulturellen und mehrsprachigen Gesellschaft der Bundesrepublik“ an der TU Darmstadt – Anmeldefrist 2. Juni

Die Tagung „Herkunftssprachen – Polnisch, Russisch und Türkisch in der interkulturellen und mehrsprachigen Gesellschaft der Bundesrepublik“ ist die fünfte in der Konferenzreihe zur Situation des Polnischunterrichts in Deutschland, Polen und Europa, die vom Sprachenzentrum der Technischen Universität Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Sprachenzentrum der Europa-Universität in Frankfurt/Oder an beiden Standorten jährlich abwechselnd organisiert wird. Mit dem Ziel, sich auf andere Sprachen und Kulturkreise zu öffnen, gemeinsam an Fragestellungen zu arbeiten und sich über die Sprachen hinweg auszutauschen, richtet sich die Tagung diesmal an Personen aus der Lehre und Forschung, die sich mit Polnisch, Russisch und Türkisch als Herkunftssprachen im weitesten Sinne befassen.

Jeder fünfte Mensch in Deutschland spricht neben Deutsch eine weitere Sprache in seiner Familie, so wachsen hunderttausende Jugendliche mehrsprachig auf. Dabei ist der Anteil der Menschen, die in ihrem Alltag neben Deutsch das Türkische, das Polnische oder das Russische verwenden, am höchsten. Auch die Anzahl der verwendeten Sprachen und Sprachkombinationen wächst kontinuierlich. Trotzdem wird Mehrsprachigkeit häufig noch nicht als Chance gesehen, sondern als Hindernis auf dem Weg zur erfolgreichen gesellschaftlichen Integration. Dabei bringt Mehrsprachigkeit im Allgemeinen viele Vorteile mit sich und stellt schon jetzt eine große Ressource für die heutige Gesellschaft dar. Dies sind die zentralen Themen der diesjährigen Tagung, die das Polnische nicht isoliert betrachtet, sondern in einen breiten aktuell gesellschaftlichen Kontext setzt und sprach- und kulturübergreifend auf die bereits existierende Potenziale und Kompetenzen aufmerksam machen möchte.

Die Tagung richtet sich an Forschende, Lehrende und Studierende, die sich mit der Thematik Herkunftssprachen unter besonderer Berücksichtigung des Polnischen, Russischen und Türkischen, und ihrer gesellschaftlichen Dimensionen auseinandersetzen. Am ersten Tag der Tagung sind vier Vorträge zu Interkulturalität, Mehrsprachigkeit und der Rolle der Herkunftssprachen vorgesehen.

Am zweiten Tag sind Workshopslots in fünf Sektionen: Interkulturalität, Mehrsprachigkeit, Identität, Heterogenität und Impulse für Polnisch (die am Nachmittag wiederholt werden) geplant, in denen ReferentInnen aus ihrem Erfahrungsschatz berichten und Projekte, die sich auf andere Sprachen und Kulturen umsetzen lassen, vorstellen und mit den TeilnehmerInnen gemeinsam diskutieren bzw. neue Lösungsansätze erarbeiten.

Die Beiträge aller Referenten und Referentinnen sowie die Ergebnisse der Sektionen werden in einem Konferenzband zusammengetragen.

Anmeldeschluss: 2. Juni 2019

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Über Alexandra Stang

Doktorandin im Bereich Interkulturelle Wirtschaftskommunikation (IWK) und Lehrbeauftragte für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik/Auslandsschulwesen und Planungs- /Organisationskompetenz im MA Studiengang "Auslandsgermanistik/Deutsch als Fremd- und Zweitsprache" und Lehramtsergänzungsfach am Institut für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und Interkulturelle Studien an der Universität Jena sowie Lehrbeauftragte im Modul "Cultural Studies / Introduction to Cultural Theory" an der Karlshochschule International University in Karlsruhe
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