23.-25.09.2020: Online Konferenz der Forschungsstelle für Kultur- und Kollektivwissenschaft an der Universität Regensburg in Kooperation mit der Universität Halle-Wittenberg

Vom 23.-25. September veranstaltet die Forschungsstelle für Kultur- und Kollektivwissenschaften an der Universität Regensburg in Kooperation mit der Universität Halle-Wittenberg eine Online Konferenz zu dem Rahmenthema „“Einer für alle, alle für einen? Solidarität, Loyalität und andere affektive Kräfte und ihr Verhältnis zu rationalen Kollektivierungsgründen“ .

Anmeldung: Interessierte wenden sich wegen des Zugangs zum digitalen Konferenzraum bitte entweder an:

  • danae.simmermacher@phil.uni-halle.de
    oder
  • jan.marschelke@ur.de

Hinweis: Öffentlich sind die Plenen und die Sessions, nicht aber die Werkstatt-Sitzungen (s.u. Programm)

Den Tagungsflyer zum Download Sie bei Interesse hier

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01.10.2020: Online-Tagung „Digitale Lehre nach 2020“ an der Bauhaus-Universität Weimar

Im Anschluss an dieses besondere Sommersemester findet am 1. Oktober 2020 die Online-Tagung „Digitale Hochschullehre nach 2020“ des eTEACH-Netzwerks Thüringen und der Bauhaus-Universität Weimar statt. Unter den Titeln „Lessons Learned“ und „Digital bereicherte Hochschullehre der Zukunft“ wird es in Keynotes, Diskussionen und bewegten Pausen um die Themen Digitalisierung, Lehren und Lernen an Hochschulen gehen. 

In den vergangenen Monaten des Sommersemesters wurden in den Hochschulen mit Nachdruck sichere und nutzerfreundliche Plattformen für Wissensvermittlung, Kommunikation und Kollaboration etabliert. Aktuell testen Lehrende und Studierende digitale Formate, Tools und Techniken auf ihre Einsatzfähigkeit in verschiedenen Lehr- und Lernformaten. Die digitale Bildungslandschaft nimmt dabei viele Impulse auf und vervielfältigt sich eindrucksvoll. Im Fokus der Veranstaltung stehen aktuelle Fragen rund um die Digitalisierung in der Lehre. Dabei geht es um strategisch-operative sowie um wissenschaftlich-empirische und technisch-strukturelle Konzepte, Erfahrungen und Lösungsansätze.

Ziel ist es, die Entwicklungen des digitalen Sommersemesters zu thematisieren, Ideen und Erfahrungen zu bündeln und Raum für Synergien und Vernetzungen zu geben. Die Veranstaltung spricht alle Beteiligten der Förderprogramme Curricula der Zukunft, Fellowships, eTEACHs sowie alle Lehrenden, Hochschul-didaktiker*innen, Wissenschaftler*innen und Interessierte aus Thüringen und aus dem gesamten Bundesgebiet an.

Programm

Das für 9:00 bis 15.30 Uhr geplante Programm soll den vielen Facetten von Digitalisierung, Lehren und Lernen an Hochschulen Raum geben. Die drei thematischen Slots werden über jeweils 5 kurze, parallele Impulsbeiträge von Referierenden-Tandems belebt und gewähren im Anschluss genügend Raum für Fragen und Austausch. Aktive und kreative Pausen sind Teil der Online-Tagung. Das vollständige Programm ist auf der Website der Veranstaltung zu finden.

Anmeldung

Die Tagung findet über das Webkonferenztool BigBlueButton (kurz BBB) statt. Infos zu dieser Plattform sowie das Formular zur kostenlosen Anmeldung sind auf der Website der Veranstaltung verfügbar.

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22.09.2020: Netzwerktag digitale Lehre „Online Planspiele“ des Hochschulforums Digitalisierung

Der virtuelle Netzwerktag bietet einen vielseitigen Einblick in das Format der Online-Planspiele als Teil der digitalen Lehre. 

Mit spielerischen Lernmethoden Menschen fördern und inspirieren – am Netzwerktag der digitalen Lehre 2020 von TOPSIM werden u. a. folgende Themen in Form von Workshops, Vorträgen und Diskussionen aufgegriffen:

  • Interaktive digitale Lehre
  • Tipps und Tricks bei der Durchführung von Online-Planspielen
  • Erfahrungsberichte zu Planspielen

Das komplette Programm ist unter diesem Link abrufbar. Die kostenfreie Anmeldung zum Netzwerktag ist hier möglich

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08-10.09.2021: 8. Internationale Tagung „Mehrsprachigkeit als Chance ‚Mehrsprachigkeit – Identität und Bildung“‘ an der Pädagogischen Hochschule in Kärnten

Die Tagungsreihe „Mehrsprachigkeit als Chance“ beleuchtet die gelebte Mehrsprachigkeit von Menschen in mehrsprachigen Regionen und Ländern aus theoretischer, didaktischer und praktischer Perspektive. Im Vordergrund stehen Fragen, wie in mehrsprachigen Regionen Europas mit sprachlichen Anforderungen im elementarpädagogischen, schulischen, hochschulischen und universitären Kontexten umgegangen wird und welchen Stellenwert die Entwicklung und Ermöglichung von sprachlichen Identitäten in Bildungseinrichtungen erhalten. Neben dem Aspekt regionaler Mehrsprachigkeit und dem Erwerb von Fremdsprachen kommen durch Migrationsbewegungen weitere Herkunftssprachen von Schülerinnen und Schülern hinzu, die in der vorschulischen, schulischen und hochschulischen Bildung Berücksichtigung finden sollen. Die Thematisierung und die kritische Betrachtung des Umgangs mit realer Mehrsprachigkeit in verschiedenen europäischen Bildungsinstitutionen sollen dazu beitragen, sprachliche Kenntnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Bildungsbereich gewinnbringend für Personen und Institutionen zu nutzen.

Die in Kärnten stattfindende Tagung wird gelebte Mehrsprachigkeit auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene aufzeigen sowie theoretische, praktische und didaktische Perspektiven von Menschen in mehrsprachigen Bildungsprozessen und Ländern analysieren. Das übergeordnete Ziel besteht darin, Bildungsbeauftragte (Elementarpädagog/inn/en, Lehrer/innen, Hochschullehrende, Lehramtsstudierende) durch einen themenfokussierten und internationalen Diskurs für Mehrsprachigkeit, Identität und Bildung zu sensibilisieren. Die Tagung wird vom Land Kärnten durch das Projekt „CARINTHIja 2020“ finanziell unterstützt und findet zeitnahe zum 26. September, dem „Europäischen Tag der Sprachen“ statt, um der Wertschätzung aller Sprachen und Kulturen gerecht zu werden.

Eingeladene Plenarvorträge:

  • Univ.-Prof. Dr. Jürgen Trabant, Humboldt-Universität Berlin (zugesagt)
  • Mag.a Dr.in MA Verena Plutzar, Universitätslektorin Wien (zugesagt)
  • Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm, Universität Wien (zugesagt)
     

Einladung
 

Lokale Organisatoren der Tagung:

Pädagogische Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule, Institut für Mehrsprachigkeit und Transkulturelle Bildung: https://www.ph-kaernten.ac.at/ mit finanzieller Unterstützung des Landes Kärnten – CARINTHIja2020: https://carinthija2020.ktn.gv.at

Für Rückfragen: mehrsprachigkeit2020@ph-kaernten.ac.at

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05.-06.10.2020: Virtuelle Konferenz „Moving target digitalisation: re-Thinking global exchange in higher education“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD)

Am 5. und 6. Oktober 2020 lädt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) zur virtuellen Konferenz „Moving target digitalisation: re-thinking global exchange in higher education“ ein. Im Fokus steht die Internationalisierung der Hochschulbildung im digitalen Wandel.

Gemeinsam mit internationalen ExpterInnen möchten wir globalen Austausch digital (neu) denken:

Welche Ziele können in der Internationalisierung der Hochschulbildung neu gesetzt und welche Wege können in den Bereichen Zusammenarbeit, Mobilität und Wissenstransfer dank digitaler Formate eröffnet werden?

Fünf Dimensionen von Internationalisierung werden auf der virtuellen Konferenz hinsichtlich ihrer digitalen Transformation besonders beleuchtet:

  1.  Kollaboration digital: Kooperationen und Partnerschaften
  2.  Austausch und Mobilität: physisch – blended – virtuell
  3.  Digitale Verwaltung und Transfer von Studierendendaten: Daten-Ökosysteme und Datensouveränität
  4.  Attraktivität der Hochschulen in der globalen Wissensgesellschaft
  5.  Wissenstransfer, ‘Third Mission’ und Offene Bildungspraxis

Die Veranstaltung bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, neue Ansätze zu diskutieren, internationale Beispiele guter Praxis kennenzulernen und sich mit ExpertInnen zu zukunftweisenden Lösungen auszutauschen. Anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft wird den Fragen nachgegangen, wie Exzellenz, Vielfalt und Teilhabe in der Hochschulbildung gesichert, wie die Attraktivität des Europäischen Hochschulraums gestärkt und Europas Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann.  

Die Konferenz richtet sich an internationale VertreterInnen aus Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen, Partner Europäischer Universitätsallianzen („Europäische Hochschulen“), Studierende und politische EntscheidungsträgerInnen. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Anmeldungen sind ab Ende August möglich.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Konferenzteam unter:  movingtarget@daad.de

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12.-14.11.2020: Int. und interdisziplinäre EUKO Jahrestagung „Werbung und PR im digitalen Zeitalter – Grenzen, Übergänge und neue Formate“ an der Universität Aarhus (Dänemark)

Die 20. internationale und interdisziplinäre Jahrestagung des Forschungsnetzwerks „Europäische Kulturen in der Wirtschaftskommunikation“ (EUKO) findet vom 12.-14. November 2020 an der Universität Aarhus statt. Trotz der COVID-19-Pandemie wird die Tagung unter allen Umständen stattfinden! Sollte eine herkömmliche Präsenztagung wegen etwaiger politischer oder behördlicher Restriktionen wider Erwarten nicht durgeführt werden können, wird die Tagung auf virtuelle Formate umgestellt und online abgehalten werden.

Die rasante kommunikationstechnologische Entwicklung und die zunehmende Verbreitung und Nutzung von digitalen Geräten und Lösungen in den Bereichen Werbung und PR beeinflussen in vielerlei Hinsicht die Art und Weise, wie Werbung und PR betrieben und rezipiert werden sowie auch wie wir als Sender*innen und Empfänger*innen Werbung und PR betrachten und damit umgehen. Wo Werbung/PR anfängt und aufhört, kann zumindest aus Rezeptionssicht unklar sein, wenn u.a. Medien- und Textsortengrenzen verschwimmen.

Die Entwicklungen in diesem Bereich werfen viele Fragen auf, was u.a. kommunikative, mediale, funktionale, sprachliche, ethische Grenzen, Übergänge und neue Formate betrifft: Wie entwickeln sich der Sprachgebrauch, die Multimodalität, die Textsorten, die Inhalte, die Diskurse, die IT-Möglichkeiten, die Reaktionen und die Wahrnehmung von Werbe- und PR-Aktivitäten im digitalen Zeitalter? Diese und andere Fragestellungen sollen den Ausgangspunkt für eine Tagung bilden, die als Forum für die Vorstellung und den Austausch neuer Ansätze, Studien und Ergebnisse aus der Wissenschaft sowie aus der Unternehmenspraxis gedacht ist. Dazu laden wir Beitragende aus Wissenschaft und Wirtschaft herzlich ein. Im Zentrum werden Beiträge aus kommunikativer, sprachlicher, marketingtheoretischer und soziologischer Perspektive stehen, aber auch Beiträge mit anderen Perspektiven auf Werbung und PR im digitalen Zeitalter sind willkommen, so z.B. ökonomische, juristische, psychologische Ansätze. Von Interesse sind vor allem Präsentationen zu den unten stehenden Themenbereichen, getrennt oder in Kombination, aber auch Studien zu anderen Aspekten von Werbung und PR im digitalen Zeitalter sind möglich und erwünscht, solange sie sich auf Grenzen und deren Pluralisierung beziehen. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

Keynote speakers:

  • Prof. Dr. Nina Janich, TU Darmstadt
  • Prof. Volker Banholzer, TH Nürnberg
  • Dr. Matthias Bextermöller, Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg

Kontakt:

Email: EUKO2020@cc.au.dk

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20.11.2020: Intensivkonferenz „Wissenschaftssprachen und Kollektivität – Fragen an die Sprachlichkeit von Wissenschaft in Zeiten der Globalisierung“ an der Forschungstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft der Universität Regensburg

Die Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft an der Universität Regensburg veranstaltet in Kooperation mit dem Zentrum für Europäische Bildung (Universität Zagreb, Kroatien) am 20. November 2020 eine Intensivkonferenz mit dem Schwerpunkt „Wissenschaftssprachen und Kollektivität – Fragen an die Sprachlichkeit von Wissenschaft in Zeiten der Globalisierung“. Aufgrund der Unwägbarkeiten der Corona Pandemie ist der Veranstaltungsort (virtuell oder Präsenz vor Ort) noch nicht im festgelegt. Nähere Informationen erfolgen im Laufe der nächsten Wochen dann entsprechend zeitnah.

 

Sollte Englisch die globale Sprache der Wissenschaft sein, oder ist die Mehrsprachigkeit von Wissenschaft beizubehalten bzw. wiederherzustellen? Diese Frage wird kontrovers diskutiert.

Tatsächlich ist die Anglophonisierung der Wissenschaft bereits weit vorangeschritten. In zahlreichen wissenschaftlichen Disziplinen, etwa den Naturwissenschaften, den technischen Wissenschaften, der Ökonomie und der Medizin ist es geradezu zu einem anglophonen Sprachwechsel gekommen, in denen Nationalsprachen als Publikations- und Kommunikationssprachen kaum noch eine Rolle spielen. Nicht muttersprachlich anglophone Forschende, die diesen Sprachwechsel vollziehen, versprechen sich internationale Sichtbarkeits-, Partizipations- und Rezeptionsgewinne sowie Zugang zu einem weltumspannenden Wissenschafts- und Publikationsmarkt. Vorangetrieben wird diese wissenschaftssprachliche Entwicklung durch die Herausbildung der „unternehmerischen Universität“ und einer marktorientierten Restrukturierung des akademischen Feldes. Systemisch steuert diese Entwicklung auf Englisch als einzige Wissenschaftssprache zu, weil andere Sprachen die internationale Sichtbarkeit und damit auch die Markt-, Gewinn- und Aufstiegschancen im globalen Ranking der Universitäten um ein Vielfaches verringern würden. Wesentliches Steuerungsinstrument dieser anglophonen Neuausrichtung der Universität ist die Vermessung der Qualität von Wissenschaft nach Höhe ihres Impacts auf Basis von anglophon dominierten Zitationsindizes und Rankingsystemen. Den vorläufigen Schlusspunkt dieser Entwicklung bildet die zunehmende Anzahl englischsprachiger Studiengänge außerhalb des muttersprachlich englischen Sprachraums.

Dementsprechend ist ein zentrales Argument der Befürworter der Anglophonisierung die Notwendigkeit, sich an die internationalen Rahmenbedingungen einer global wettbewerbsfähigen Wissenschaft anzupassen. Schon 1986 hat Hubert Markl, der damalige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, diesen Zusammenhang wie folgt formuliert: „Die Spitzenforschung spricht Englisch“, eine nationalsprachig verfasste Wissenschaft sei international nicht mehr wettbewerbsfähig. Daneben finden sich aber auch universalistisch gesinnte Argumente für das Englische, ermögliche es doch schon jetzt de facto auf globaler Ebene Kommunikation und Verständigung, bis hin zu der Überlegung, ob seine globale Verbreitung es nicht bereits zu kulturneutralen lingua franca gemacht habe. Zudem würden durch eine einheitliche Wissenschaftssprache solche Forschungsergebnisse allgemein sichtbar, die Mehrsprachigkeit für viele Forschenden bisher unzugänglich gemacht hätte.

Gegner verweisen auf die Hegemonialität sowohl des dieser Entwicklung zugrunde liegenden ökonomischen (und damit auch: gesellschaftstheoretischen) Modells als auch seiner regionalen bzw. nationalen Provenienz: Englisch sei alles andere als kulturneutral. Darüber hinaus werden aber u.a. auch gnoseologische Argumente vorgetragen, die – im Kontext der These von der linguistic relativity – darauf verweisen, dass Sprache mit Weltzugängen und damit Erkenntnisweisen gekoppelt sei: Einsprachigkeit bedeute eine Verknappung der Erkenntnisdimensionen, um nicht zu sagen: ihre Eindimensionalität. Schließlich sei die gesellschaftliche Frage zu stellen, wie die Kommunikation zwischen Wissenschaft und regional- bzw. nationalsprachlichen Öffentlichkeiten noch herstellbar seien, wenn jene sich endgültig anglophonisiere. Vertreter dieser Position setzen sich daher nachdrücklich für den Erhalt und die Förderung einer mehrsprachigen Wissenschaft ein.

Soweit der Istzustand des Themas. Die ihn prägenden Argumente will die Konferenz sichten und einen bisher vernachlässigten Aspekt hinzufügen, nämlich den, dass die involvierten Kollektive an den prognostizierten Entwicklungen unterschiedlich teilhaben und der Grad ihrer Betroffenheit variiert. Welche Kollektive sind das und über wie viel Handlungsmacht verfügen sie, um als Gewinner und Verlierer aus dem Ganzen hervor zu gehen? Wie ist ihr Selbstverständnis und wie argumentieren sie ihre Ansprüche?

An erster Stelle steht wohl das Kollektiv der Wissenschaftler, das in verschiedenartige Segmente aufzuteilen ist. Zu nennen wären Natur-, Geistes- und technologische Wissenschaften; Ordinarien und Mitarbeiter; Dozenten und Studierende; Herausgeber führender wissenschaftlicher Zeitschriften und Sammelwerke und über Sein und Nicht-Sein urteilende Peers. Je nach Segment und Disziplin ist man entweder Akteur oder Opfer unterschiedlicher Versprachlichungsstrategien wissenschaftlicher Publikationen – bzw. beides gleichzeitig –, wobei die Positionen entweder karrierebezogen, disziplinär oder epistemologisch begründet werden. Ein einheitlicheres Kollektiv bilden Verlagshäuser und Privatunternehmen, die Rankings und Indizes auf Basis anglophon dominierter Datenbanken erstellen, sowie Hochschulleitungen, die auf Basis dieser Daten die Internationalisierung ihrer Institutionen vorantreiben. Das mehrfach subdifferenzierte Kollektiv der Politiker spielt ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle, wenn es um die Sprachlichkeit der Wissenschaft resp. die Erhaltung einer nationalsprachlich verfassten gegenüber einer anglophonen Wissenschaft geht. Auch hier gehen die Bruchlinien quer durch alle Parteien und politische Ausrichtungen. Für alle diese Kollektive dürfte sich der Primat des Englischen als Weltwissenschaftssprache in den einzelnen Ländern unterschiedlich auswirken.

Die Tagung wird in folgende vier Themenblöcke unterteilt sein:

  • Bildungsökonomie und die Sprache der Wissenschaft
  • Englisch als „Lingua franca“ einer globalisierten Wissenschaft
  • Englisch als Sprache der akademischen Lehre in Deutschland
  • Mehrsprachigkeit in der Wissenschaft und Sprachenpolitik

Weitere Informationen zu der Konferenz

01.09.-30.09.2020: DAAD Netzwerkkonferenz digital -„Ein Monat voller Inspirationen und Austausch“

Die DAAD-Netzwerkkonferenz, die bisher stets am ersten Donnerstag und Freitag im Juli in Bonn stattfand, wird im September 2020 in einem neu konzipierten virtuellen Format durchgeführt.

In einer Serie aus Präsentationen, Webinaren, Kurz-Videos und online buchbaren Einzelgesprächen möchten wir Sie über den aktuellen Stand und die Entwicklungen in den Hochschulsystemen weltweit informieren: Wie gestalten sich die hochschulpolitischen Entwicklungen aktuell in den USA? Welche Chancen für eine Zusammenarbeit bietet Südkorea? Was zeichnet das Bildungssystem von Kenia aus? Welche Hochschule käme konkret für den Aufbau einer Kooperation in Frage? Auf diese und ähnliche Fragen möchten die DAAD Netzwerkkonferenz digital deutschen Hochschulvertreterinnen und -vertretern Antworten bieten. Ergänzend werden Ihnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DAAD in Bonn für Gespräche zu Internationalisierungsthemen zur Verfügung stehen.

Detaillierte Informationen zu Anmeldung und zum Ablauf der DAAD Netzwerkkonferenz digital erhalten Sie auf der Konferenzplattform.

Kontakt

Gerne können Sie sich mit Fragen per Email an kongresse@daad.de wenden.

Ihre Ansprechpartnerinnen:

  • Dorothea Oeyen und Birgit Michels, Geschäftsstelle GATE-Germany (inhaltliche Fragen)
  • Eva Schuth, Referat Veranstaltungen (organisatorische Fragen)

Weitere Informationen

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10.-11.12.2020: Tagung „Wissenschafts- und Techniksoziologie in der digitalisierten Gesellschaft: Theorien, Methoden, Perspektiven“ im Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen

Die Frühjahrstagung der Sektion Wissenschafts- und Technikforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen wurde bedingt durch die Corona Pandemie auf den 10.-11. Dezember verschoben.

Die gesellschaftliche Differenzierung und der technische Fortschritt sind zentrale Treiber sozialen Wandels und fordern die Wissenschafts- und Techniksoziologie in regelmäßigen Abständen zur Aktualisierung ihrer Theorien und Methoden auf. Zugleich rücken viele dieser soziotechnischen Veränderungsdynamiken in der Wissenschafts- und Technikforschung zu einem deutlich früheren Zeitpunkt in den Blick als auf anderen sozialwissenschaftlichen Feldern. Die Digitalisierung der Gesellschaft als sogenannter Megatrend bietet für die Wissenschafts- und Technikforschung daher nicht nur ein riesiges Reservoir an Themen, sondern zugleich auch eine willkommene Gelegenheit zur Selbstreflexion. Die Frühjahrstagung der DGS-Sektion Wissenschafts- und Technikforschung will dementsprechend genauer eruieren, welche Beiträge für das Verständnis der digitalen Transformation der Gesellschaft bis dato geleistet worden sind und wo konkrete Forschungslücken liegen.

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14.-25.09.2020: Digitaler Kongress „Gesellschaft unter Spannung“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) in Kooperation mit der TU Berlin

Aufgrund der Pandemie haben wir uns entschlossen, den diesjährigen DGS-Kongress zum Thema ›Gesellschaft unter Spannung‹ vom 14. bis 25. September 2020 in digitaler Form durchzuführen. Die Entscheidung, den Kongress – statt als Präsenzveranstaltung an der TU Berlin – in Gänze digital stattfinden zu lassen, ist uns nicht leicht gefallen. 

Das Kongressteam stellt nun unter vollem Einsatz die Planung um, so dass wir Ihnen in Kürze Informationen zu Anmeldung, Programm und technischem Ablauf geben können. Hierfür bitten wir sehr herzlich um noch ein wenig Geduld. Wir kommen wie geplant im Juni mit dem Kongressprogramm und weiteren Informationen auf Sie zu. 

Einen so großen Kongress nun digital durchzuführen, ist in Zeiten von Covid-19 nicht nur eine pragmatische Alternative, sondern auch eine spannende Herausforderung! Wir sind optimistisch, aber auch darauf angewiesen, dass Sie alle bereit sind, uns bei dieser Herausforderung zu unterstützen und gemeinsam mit uns den Kongress zu realisieren. Wir hoffen, wie gesagt, die meisten der geplanten Formate realisieren zu können, und so wird es womöglich auch eine digitale Version der Kongress-Party geben, der Sie sich dann von zu Hause zuschalten können.

Ein solcher digitaler Kongress wird einen kleineren ökologischen Fußabdruck haben als ein Kongress in Präsenz, auch wenn die Energie, die für die Server, Smartphones, Laptops etc. aufgebracht werden muss, nicht zu unterschätzen ist. Andererseits wird es möglich sein, sich als Teilnehmer*in des Kongresses immer mal wieder auszuklinken, oder anders, sich in dem zeitlich entzerrten Angebot – der Kongress wird über zwei Wochen gehen – mehr Veranstaltungen auszuwählen, die interessieren. Die meisten der Veranstaltungen werden nicht als Stream, sondern interaktiv durchgeführt werden, das heißt, Ihre kritischen Beiträge sind möglich und sehr erwünscht.

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